Vorgestern hat mir eine Freundin ein Buch geliehen,das muß ich Euch empfehlen.
Es gibt doch diese Bücher,die Fantasyromane verulken.Zum Beispiel:Der Herr der Augenringe,Barry Trotter etc."Da "Der Herr der Ringe" mein absolutes Lieblingsbuch ist,fand ich das garnicht witzig,dachte dann aber,bleib tolerant,du mußt diese Bücher ja nicht lesen.
Nun brachte mir meine Freundin dieses Buch und sagte,ich würde mich um eine Menge Spass bringen,wenn ich es nicht lesen würde.Sie hatte recht!
Das Buch ist von:
Steffi von Wolff und heißt:
Die Knebel von Mavelon
Zu diesem Buch:
Die junge Lilian beschäftigt sich heimlich mit Heilkräutern. Durch Zufall erfindet sie die Anti- Baby-Pille. Die Obrigkeit findet das gar nicht gut: Lilian soll brennen!
In weiteren Rollen: Bertram, ein Scharfrichter, der kein Blut sehen kann, Laurentius, ein phobischer Hofnarr, Martin Luther , Robin Hood und viele andere hysterische Gestalten
Taschenbuch, Fischer-Verlag ISBN-13:978-3-596-16701-2
Hier eine kleine Kostprobe:
Ich finde die Pest zum Kotzen.
Man muss sich das mal vorstellen: Bloß wegen einer Ratte bekommt man plötzlich einen heißen Kopf und dann bilden sich am ganzen Körper Beulen. Die Schmerzen sind unerträglich. Neun Dorfbewohner sind jetzt schon an der Pest gestorben und ich weiß, dass es noch mehr werden. Da bevorzuge ich doch einen vereiterten Appendix, das geht dann schneller mit dem Sterben. Der einzige Vorteil, den die Pest bringt, ist, dass man sich ab einem bestimmten Stadium keine Sorgen mehr über sein Aussehen und sein Gewicht machen muss. Das erledigt die Pest dann für einen.
Aber was rede ich da. Ich bin schließlich gesund und hoffe, das auch zu bleiben.
Mein Name ist Lilian Knebel, ich bin siebzehn Jahre alt. Ich habe blonde Haare und bin darüber sehr froh, denn wenn meine Haare rot wären, hätte ich möglicherweise ein Problem. Ich habe auch keine unreine Haut oder gar Warzen im Gesicht, denn dann hätte ich ebenfalls ein Problem. Also, nicht mit mir selbst, sondern mit Richter Tiburtius oder Pater Quentin, der ziemlich dicke mit dem Erzbischof von Fulda ist. Die mögen alle keine Frauen mit roten Haaren und Warzen und machen gern mal kurzen Prozess. Dann müssen diese Frauen sich unangenehmen, hochnotpeinlichen Verhören aussetzen ,falls sie verstehen, was ich meine. Die enden dann meistens damit, dass die Frauen gestehen, schon mal nachts auf einem Besen durchs Mittelhessische geflogen zu sein, oder Ähnliches.
Wir wohnen in Münzenberg. Das ist eine idyllische Ortschaft inmitten des hügeligen Hessenlands in der Gemarkung Mavelon. Wir, das sind meine Eltern, meine sechs Geschwister und ungefähr siebenhundert andere Menschen. Alle von uns sind Untertanen. Derer von Pritzenheim. Die von Pritzenheim wohnen auf der Burg Münzenberg.
Wir schreiben das Jahr 1534.
Es ist Frühling, das Vieh ist seit zwei Wochen wieder auf der Weide und muss nicht mehr bei uns in der Hütte hausen. Der Gestank ist ab und zu wirklich unerträglich.
Unerträglich ist auch der Graf. Gernot von Pritzenheim, ein unangenehmer Zeitgenosse.
Pritzenheim geht oft ins Schankhaus und lässt sich da voll laufen. Natürlich ohne zu bezahlen. Er ist schließlich der Graf.
Wenn im Dorf geheiratet wird, kommt er angeritten und nimmt die Braut für die Dauer der Hochzeitsnacht mit auf seine Burg.Ius primae noctis eben.
Allein schon aus diesem Grund werde ich nie heiraten. Die Vorstellung, das Geschlechtsteil des Grafen auch nur anzuschauen, lässt mich schaudern. “Dein Stecken und Stab trösten mich“ bekommt dann mit Sicherheit eine ganz andere Bedeutung.
Aber ich schweife ab. Schließlich geht es hier nicht nur um den Grafen.
Wir sind eine ziemlich nette Gemeinschaft hier in unserem Dorf. Überschaubar. Ich mag fast alle. Manche sind sogar richtig nett. Zum Beispiel Bertram. Bertram ist Scharfrichter. Und mit ihm beginnt auch die Geschichte, die ich erzählen möchte.
Ich habe mich schlapp gelacht bei der Lektüre,wobei das erste Kapitel noch recht harmlos
anfängt.Im Laufe des Geschehens tauchen immer mehr Gestalten auf wie Robin Hood,Anne Boleyn,eine nymphomane Gräfin, Klaus Störtebeker,Boticelli etc.Die ganze Geschichte ist absurd,aber so witzig geschrieben,daß ich aus dem Lachen nicht mehr herauskam.
@Puppe: Solang Du das liest,vergisst Du Dein Gipsbein,garantiert!
Es grüßt Euch,noch immer lachend,
Helene

